Liebe
Oder warum es nicht mehr reicht, nur seinen Nächsten zu lieben
Wir leben in einer schnelllebigen, oberflächlichen Welt. Lug und Trug sind Alltag, und man weiß oft gar nicht mehr, wer Feind und wer Freund ist. Wer hat recht und wer lügt? Wer vertuscht und wer spricht die Wahrheit? Gibt man sich dieser Welt zu sehr hin, dann kommt irgendwann der freie Fall. Und plötzlich ist man selbst verstrickt in (Un-)Wahrheiten und Verwirrungen.
Kann man diesen freien Fall aufhalten?
Ja. Deinen freien Fall kannst du aufhalten.
Du, die oder der meinen Blog liest.
Unser Weg geht nach oben. Unsere Schwingung ebenfalls. Und wie bleiben wir oben? Durch Zuhören.
Wem, fragst du?
Unserem Körper. Unserer Seele.
Jetzt, wo alles laut wird, dürfen wir still werden. Wir dürfen zurückfinden – zu unserer Seelenessenz. Wir dürfen uns neu auf Liebe programmieren. Wir dürfen verzeihen. (Und verzeihen heißt nicht, dass gut war, was geschehen ist. Es heißt, dass wir uns selbst befreien.) Wir dürfen Grenzen setzen – für uns und für die Liebe.
Wenn du dich fragst:
Was brauche ich?
Was tut mir gut?
Wie komme ich zurück zu mir?
Und wenn du dich mit ganz viel Selbstliebe und Geduld auf deinen Weg begibst – ja, manchmal scheiterst du. Vielleicht, um den Weg neu zu berechnen. Vielleicht, um stärker und mit neuen Erkenntnissen weiterzugehen.
Und wenn du jetzt deine Nächsten mit viel Liebe mitnimmst – deinen Partner, deine Kinder, deine Tiere, deine Freunde – es ist nicht immer einfach. Auch dort gibt es Reibungen, Unstimmigkeiten. Doch wir gehen gemeinsam.
Und was, wenn wir die Liebe noch weitergeben?
An die Menschen, denen wir täglich begegnen.
Die sympathische alte Dame an der Kasse, die von deinem Kind entzückt ist.
Die Person, die dir hilft, den Kinderwagen in den Zug zu heben.
Das geht leicht, oder?
Und jetzt noch weiter.
Senden wir Liebe auch an die Menschen, die uns verletzt haben.
An jene, die unserem Lebensweg einen bitteren Nachgeschmack gegeben haben – oder immer noch geben.
Fangen wir heute an.
Am Tag der Liebe.
Fühlen wir Liebe für alle. Senden wir ab heute – jeden Tag – Liebe in die Welt. Und in einem Jahr schauen wir zurück und werden spüren, was sich verändert hat. Die Liebe zu uns selbst wird wachsen.
Und du regst dich immer noch auf über den Autofahrer, der seinen Blinker ignoriert? Oder über die fremde (oder auch bekannte) Person, die dir unsympathisch ist?
Nimm diese Begegnungen an.
Und wandle sie um – in Liebe.
Ganz einfach?
Nein. Von einfach hat niemand gesprochen.
Aber es ist notwendig. Wichtig. Unumgänglich.
Wir dürfen unseren Groll und unsere Vorurteile ansehen, annehmen – und dann loslassen. Du findest in jeder Person etwas Gutes. Wetten?
Heute entscheide ich mich für die Liebe.
Auf allen Ebenen.
In allem Sein.
Du auch?